Wie viel Kraft kann ein Mensch haben, wie viel Leid kann jemand ertragen?

4. Dezember 2018

Hallo ihr Lieben,
Ihr habt sicher alle schon von Poetry-Slams gehört. Ich habe mir schon öfters welche im Internet angehört und an meiner ehemaligen Uni waren Poetry-Slams auch nicht gerade selten. Sie sind oft sehr unterhaltsam, sprechen wichtige Themen an oder können einem häufig auch sehr nahe gehen. Ich hatte unter anderem die große Ehre eine Freundin, mit der ich früher Ballett getanzt habe, zu einem Text zu inspirieren, was mir sehr viel bedeutet. Sie heißt Julia Morgenbesser und hat mich mit ihrem Text zu Tränen gerührt. Der Text ist einfach fantastisch. Mir bedeutet es sehr viel, dass sich jemand tiefgreifend mit meinen Blog und generell mit dem Thema aus der Sicht einer nicht direkt Betroffenen auseinander gesetzt hat. Danke für den wunderschönen Text, der schon sehr viele Menschen berührt hat. <3
Nun dürft ihr euch aber erstmal selber mitreißen lassen und euch natürlich eine eigene Meinung bilden! Julia freut sich bestimmt über ein paar Rückmeldungen und ich natürlich auch 🙂

Kristin XO

Ich frage mich: wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann jemand ertragen?
Ich höre Geschichten von Leuten die ihr Leben damit verbringen zu kämpfen,
die, Tag ein, Tag aus versuchen mit aller Macht ihre zugefügten Schmerzen zu dämpfen.
Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist,
wenn du so fürchterlich krank bist,
dass du nicht weiß wie du dich aufrichten sollst, dass es dir nicht möglich ist aufrecht zu stehen,
wenn du selbst im Liegen Schmerzen hast und wie es ist immer die selbe Stelle im Krankenzimmer zu sehen.
Wie nur ist es möglich, dass diese Menschen ihren Mut nicht verlieren,
wie nur ist es möglich, dass sie mit so viel Mut in den Kampf gegen die Krankheit marschieren?
Ich spüre Bewunderung und Demut
Und irgendwie auch Traurigkeit und Wut,
dass die Welt so unfair sein kann, dass da draußen so viele sind,
den es nicht gut geht
und ich kann nur hoffen, dass da gerade jemand ist der den Kampf gewinnt
und wieder mit beiden Beinen fest im Leben steht.
Wenn ich daran denke, dass es tatsächlich diese Krankheiten gibt,
bei der sich die Welt auf den Kopf stellt und sich die Regel verschiebt,
bei der die Medikamente zu Nebenwirkungen führen, dass man denkt man wird kränker als vorher, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich frag mich umso mehr,
wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann jemand ertragen?

Und ich denke daran, wie es wohl ist, dass man hört, dass man jetzt stark sein muss, dass man durchhält und das bis zum Schluss,
bis die Krankheit besiegt ist
und man bestenfalls die schlechten Tage immer mehr vergisst.

Man hört so viel von Kämpfen, Siegen, Durchhalten und Stark sein, doch ich bin sicher, das schafft man nicht allein.
Man braucht Menschen um einen die einen stützen und begleiten

Die mit dir gemeinsam diesen schwierigen Weg bestreiten.
Auch wenn es schrecklich sein muss, wenn man die Krankheit nicht nehmen kann, und man immer nur hofft, dass es irgendwann
besser wird
und das Leid aufhört!

Wenn man es nicht selber erlebt, ist es wohl kaum möglich die Situation in Gänze zu verstehen
Wirklich alle Aspekte dieser Krankheit und des Kampfes zu sehen.
Aber ich kann beten, hoffen und glauben,
dass eure Krankheit es nicht schafft, euren Lebensmut zu rauben,

dass ihr immer begleitet werdet und nie alleine seid
denn die liebenden Menschen tragen euch so weit,
bis ihr wieder auf eigenen Beinen steht
und mit einem Lächeln im Gesicht eurer Leben lebt.

Und ich muss nicht mehr Fragen,
wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann man ertragen,
denn ich sehe an euren Berichten wie viel Kraft ihr habt und wie viel Leid ihr ertragt,

und somit jeden Tag aufs Neue eurer Krankheit den Kampf ansagt!

Kommentare

Die Lösung ist: die bedingungslose Liebe, zu sich selbst, zu seinen Lieben, zu seinem Leben, um für sich zu kämpfen, für seine Lieben, und für sein Leben…. und daraus die Kraft zu ziehen…. und die Hoffnung und auch das Wissen gesund zu werden…. und jeden Tag zu seinem Bestem zu machen…auch wenn es manchmal schwer fällt…und zu leben.

Dein Text ist großartig Julia!

Herzlichst Krissy’s Mum

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