Bestrahlung – Check

6. Juni 2019

Hallo ihr Lieben,
sechs Wochen Bestrahlung, fünfmal die Woche von Montag bis Freitag, circa eine Stunde Hinfahrt zum UKE, 30 Minuten bis 1,5 Stunden Aufenthalt im UKE und wieder bis 1,5h Stunden Rückfahrt nach Hause sind geschafft. Es war eine harte, aber hoffentlich effektive Zeit.
Ich habe es geschafft. Ich bin sechs Wochen lang fünfmal die Woche ins UKE gefahren und wenn das Gerät von der Bestrahlung mal zwei Tage defekt war, musste ich auch am Wochenende zur Bestrahlung, damit nicht eine zu große Lücke ohne Bestrahlung entsteht.
Die Bestrahlung an sich dauert nur circa drei bis vier Minuten. Allerdings wurde bei mir jedes Mal vor der Bestrahlung noch eine Bildgebung gemacht, die ebenfalls drei bis vier Minuten dauert. Ihr musst euch das ganze so vorstellen: Ihr sitzt in einem Wartezimmer und wartet darauf, dass ihr aufgerufen werdet. Wenn euer Name aufgerufen wurde, geht ihr in eine vorgesehene Kabine und zieht euch um beziehungsweise zieht die Kleidungsstücke aus, die ihr bei der Bestrahlung nicht tragen dürft. Rollstuhlfahrer dürfen direkt in dem Raum, wo bestrahlt wird, und können sich dann dort entkleiden. Anschließend wird sich auf eine Liege gelegt, von wo aus die Bestrahlung startet. Dabei ist zu beachten, dass es verschiedene Geräte gibt, womit bestrahlt werden kann. Das Gerät an dem ich war, ist wie ein MRT-Gerät. Also ist es wie eine Röhre, in die eine Liege hineingefahren wird. Bevor die Bestrahlung beginnt, wurde ich immer richtig auf der Liege positioniert. Dafür hatte ich auf meinem Unterkörper im Beckenbereich Markierungen, die mit Edding jeden Tag nachgemalt wurden. Wenn ich richtig lag, wurde ich mit einem Handtuch zugedeckt, weil es doch immer ziemlich kalt in dem Raum war, und dann ging es auch schon los. Die Liege fährt dich automatisch in die Röhre hinein und bewegt sich innerhalb der Röhre ganz langsam weiter. Zuerst wird, wie gesagt, eine Bildgebung gemacht. Anschließend fährt die Liege einmal aus dem Bestrahlungsgerät raus, wartet dort circa eine Minute und fährt danach wieder in die Röhre rein. Dieses Mal wird allerdings bestrahlt. Nachdem die Bestrahlung durch ist, geht es auch schon wieder ab nach Hause.

Die Bestrahlung bringt natürlich auch seine Nebenwirkungen mit sich. Allerdings hatte ich das Glück etwas verschont zu bleiben. Mir war zwar ab der dritten Woche ab und zu etwas schlecht und ich war sehr müde. Aber dabei muss auch beachtet werden, dass ich nebenbei noch dreimal die Woche Dialyse hatte. Zusammenfassend habe ich die Bestrahlung jedoch wirklich relativ gut verkraftet. Ab der vierten Woche bekam ich dann aber noch Probleme mit meiner Haut. Sie wurde immer röter, tat nachher auch ziemlich doll weh, hat tierisch gejuckt, hat ab und zu auch etwas gebrannt und nachher war auch eine Stelle etwas wund. Ihr müsst euch vorstellen, dass das wie ein schlimmer Sonnenbrand ist, der aber noch etwas schlimmer ist. Ich konnte nicht mehr auf dem Rücken und der rechten Seite liegen, weil ich solche Schmerzen hatte. Meine Mama und ich haben viele verschiedene Cremes und auch ein Pflaster ausprobiert, bis wir etwas gefunden haben, das uns am besten gefällt. Wenn ihr wissen möchtet, was ich verwendet habe, schreibt mir gerne eine E-Mail. Mittlerweile sieht meine Haut schon etwas besser aus. Moment pellt sich die ganze alte Haut ab und es kommt wieder gesunde und neue Haut zum Vorschein. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis alles wieder abgeheilt ist.

Aber jetzt heißt es erstmal sich wieder ganz zu erholen und neue Energie zu tanken.

Kristin XO

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